VERBANDSLIGA

HSV Plettenberg/Werdohl – RSVE Siegen

Die gute Nachricht vorweg: Die beiden Neuzugänge Roberto Krpacic und Thorsten Kißling werden am Samstagabend (Anwurf: 19 Uhr) im Heimspiel am Riesei gegen den RSVE Siegen ihre Premiere im Dress der HSV Plettenberg/Werdohl feiern. Damit steht dem Trainerduo ein schlagkräftiger Kader zur Verfügung. Verzichten muss die HSV vorerst auf Sebastian Lohmann. Der Rückraumlinke muss aus gesundheitlichen Gründen eine kleine Pause einlegen. Ob Michel Lengelsen zum Einsatz kommen wird, ist noch fraglich. Der Spielmacher ist bis Freitag krankgeschrieben und nimmt Antibiotika.

Wirft man einen flüchtigen Blick auf die Tabelle, täuscht der optische Eindruck. Obwohl die Siegerländer „nur“ an sechster Stelle rangieren, kann von einer Mittelfeldplatierung eigentlich keine Rede sein. Denn aktuell trennen den RSVE nur vier Punkte vom Primus Haltern-Sythen. Und die scheinen nach der überraschenden 23:25-Niederlage gegen Bommern keineswegs unantastbar. Bewegung an der Spitze ist nicht ausgeschlossen, der Kampf um die Verbandsligakrone noch lange nicht entschieden. „Eiserfeld hat die Saison noch nicht abgeschrieben“, weiß HSV-Trainer Jens Burzlaff aus Gesprächen mit Insidern und rechnet mit einem RSVE in Topform und hochmotiviert.

Praktisch scheint die HSV bereits abgestiegen, theoretisch gibt es allerdings noch eine kleine Chance: Fünf Punkte Rückstand bei noch sechs zu vergebenen Punkten. Sollte Halingen am Sonntag in Hattingen gewinnen, hat sich die Rechnerei jedoch erledigt.

„Eiserfeld dürfte personell jetzt wieder topbesetzt sein – inklusive ihrer internationalen Verstärkungen“, sagt Burzlaff und sieht die HSV deshalb klar in der Rolle des Außenseiters. „Allerdings: Gegen Eiserfeld weiß man nie“, erinnert er sich an die eine oder andere Überraschung gegen die stark eingeschätzten Siegerländer. Stimmung und Trainingsfleiß passen, die HSV freut sich auf das vorletzte Heimspiel der Saison. „Und je nachdem wie es läuft, könnte es doch noch auf ein ‚Endspiel‘ hinauslaufen“, bezieht er sich auf den rechnerisch noch möglichen Klassenerhalt.

Das Hinspiel Mitte Dezember war eine klare Angelegenheit zugunsten des RSVE. 34:25 gewannen die Hausherren am Hubenfeld. Deutlich wurde es allerdings erst in der Schlussphase. Bis zum 22:20 (40.) hielt die HSV den Anschluss. „Dann haben wir Johannes Krause nicht in den Griff bekommen“, weiß Burzlaff noch genau, wie das deutliche Endergebnis zustande kam. Bis dahin fokussierte sich die HSV auf Frieder Krause und Alen Sijaric – mit Erfolg. Mit der kürzlich bestandenen C-Lizenz-Prüfung in der Tasche wird Burzlaff alles versuchen, seine Mannschaft im zweiten Anlauf besser aussehen zu lassen.

Wann & Wo

19 Uhr / Sporthalle Riesei

Aufstellung

Bergner, Meckel – Scheerer, Scheuermann, Mühlbauer, Lakic, van der Hurk, Traumüller, Winkelsträter, Esser, Lengelsen, Hurlbrink, de Liello, Sowa, Krpacic, Kißling