Karina Traumüller fördert die HSV-Jugend

Die HSV Plettenberg/Werdohl hat einen Schatz gehoben. Karina Traumüller, zuletzt als Bundesligaspielerin bei Borussia Dortmund aktiv, steigt in die Jugendförderung ein. Von ihrem gewaltigen Erfahrungsschatz können die HSV-Youngster nur profitieren. Anfang Oktober stand die erfahrene Spielmacherin zum ersten Mal in der Halle und fühlte den HSV-Talenten auf den Zahn. Möglich wurde die Verpflichtung der angehenden Lehrerin, weil die HSV einen Gönner fand, den das Konzept sofort begeisterte. Dirk Alte, Geschäftsführer der Wilhelm Alte GmbH in Plettenberg, einem Spezialisten in Sachen industrieller Wärmebehandlung, ließ sich von den Initiatoren Holger Pfau und Michael Funke schnell überzeugen. 

Karina Traumüller ist keine Unbekannte in der Region. Die gebürtige Plettenbergerin lernte das Einmaleins beim TuS in der Viertälerstadt. Schnell ging das Talente die nächsten Schritte, wechselte noch als Jugendspielerin erst zur TSG Adler Dielfen und dann 2005 zur HSG Blomberg-Lippe. 2009 verpflichtete Borussia Dortmund die Spielmacherin, die nach der letzten Saison eine Pause einlegte. Aktuell konzentriert sich die 28-Jährige auf ihre berufliche Karriere als Lehrerin. Ihr Referendariat ist abgeschlossen, die Bewerbungsphase läuft. Traumüller wohnt mit ihrem Mann Björn Traumüller mittlerweile wieder in Plettenberg. Dadurch wurde das Engagement überhaupt erst möglich. Kinder und Jugendliche voranzubringen, liegt ihr im Blut. Ihre aktive Karriere ist aber noch nicht beendet. „Es juckt schon wieder in den Fingern“, sagt sie, will aber erst mal abwarten, an welcher Schule sie eine Anstellung bekommt und wie sich ihr Leben dann einspielt.

Jeden Donnerstag, im Wechsel zwischen Werdohl und Plettenberg, bietet die Ex-Borussin eine Zusatzeinheit an. Koordination, Kraft und positionsspezifische Aspekte stehen dabei im Vordergrund. „Dinge, für die im normalen Training die Zeit fehlt“, erklärt Karina Traumüller. Aktuell arbeitet sie mit den D- und C-Jugendlichen und hat die Spieler in Gruppen eingeteillt. Separat werden die Außen und Kreisläufer sowie die Rückraumspieler gefordert und gefördert. Kurzfristig sollen auch die beiden B-Jugend-Teams eingebunden werden. „Das erste Feedback der Spieler und Eltern ist absolut positiv“, sagt die 28-Jährige.