KREISLIGA A

HSG Lennestadt-Würdinghausen – HSV Plettenberg/Werdohl II 24:26 (13:15)

Wer hätte das gedacht: Die A-Liga-Reserve hat am vorletzten Spieltag einer immens spannenden Saison tatsächlich den ersten Auswärtssieg eingefahren und sich damit ein Endspiel um den Abstieg am kommenden Wochenende in Eiserfeld erkämpft. 26:24 (15:13) gewann die Pielhau-Sieben am Sonntagabend beim gastgebenden Tabellenzweiten, der HSG Lennestadt-Würdinghausen. Dadurch sind die Chancen der Lennetaler, die Klasse doch noch zu halten, enorm gestiegen. Verrückte Konstellation: Am finalen Spieltag kämpfen nun die drei punktgleichen Teams aus Eiserfeld, Plettenberg/Werdohl und Schmallenberg sowie der TuS Drolshagen, der nur einen Zähler dahinter rangiert, im Fernduell gegen den Abstieg. Neben Kierspe-Meinerzhagen und Littfeld Eichen muss noch ein dritter Absteiger ermittelt werden. „Wir haben es selbst in der Hand. Der erste Auswärtssieg war wichtig und stärkt die Zuversicht, dass wir auch in Eiserfeld gewinnen können“, sagte Trainer Arnd Pielhau.

In Lennestadt bot die HSV-Reserve abermals einen ordentlich bestückten Kader auf. Diesmal stellte sich neben Gierse, Krpacic und Brinkmann auch noch Verbandsliga-Torhüter Max Bergner in den Dienst der Zweitvertretung. „Wahrscheinlich hat er den Unterschied ausgemacht, der uns am Ende zum Sieg verholfen hat. Max hat eine wirklich starke Leistung abgeliefert und gleich in der ersten Viertelstunde drei Marken von Beste, Simon und Bölsing pariert – was für ein Statement“, lobte Pielhau den Schlussmann.

Weil die Gäste aus dem Lennetal außerdem mehr als achtbar verteidigten, setzte sich der abstiegsbedrohte Tabellenelfte ab dem 5:5 (14.) ab (5:8, 17.). Zur Pause (13:15) hätte der Underdog durchaus deutlicher führen können, wenn die Chancenverwertung noch besser gewesen wäre.

Als „harzfreies Handballfest“ beschrieb Pielhau die Partie mit leicht zynischem Zwischenton, denn nicht nur die HSV-Akteure hatten hin und wieder mit dem widerspenstigen Spielgerät zu kämpfen. 

Im Laufe der zweiten Halbzeit musste die HSV dann eine Durststrecke überwinden. „Wir sind einfach nicht in die Bewegung gekommen“, meinte Pielhau mit Blick auf die Phase bis Mitte des zweiten Spielabschnitts. Mittlerweile war die HSV sogar in Rückstand geraten (20:18, 44.). „Wir haben uns aber nicht abhängen lassen“, lobte Pielhau die positive Grundeinstellung, die er zuletzt gegen Drolshagen so schmerzlich vermisst hatte. In der Schlussphase drehte der Gast den Spieß dann wieder um und feierte einen immens wichtigen Sieg, der die Tür zur A-Ligasaison 2018/2019 weit aufgestoßen hat.

Statistik

 

HSV: Zlobinski, Bergner – M. Rose (2), Kreikebaum (8), Bürger (3), P. Rose, Gierse (1), Schäfer (2), Krpacic (1), Lakic (3), Böckel (3), Brinkmann, Wagner, Johanningmeier (3/3)

Torjäger des Tages

Leon Kreikebaum

8 Treffer