VERBANDSLIGA

RSVE Siegen – HSV Plettenberg/Werdohl

Zum RSVE Siegen hat HSV-Trainer Kai Henning eine besondere Beziehung. „Es war mein erstes Spiel nach der Amtsübernahme“, erinnert er sich noch ziemlich genau an den 20. Januar 2018 als der HSV das Wasser bis zum Hals stand und Henning erstmals auf der Bank saß. Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand sein Geld auf die HSV gesetzt, die zuvor zehn Niederlagen in Serie kassiert hatte. Und dann: 31:31. Ein Lebenszeichen – und ein Startschuss für einen fulminanten Endspurt, der tatsächlich mit dem Klassenerhalt ein glückliches Ende fand.

Am Samstagabend kommt es am letzten Spieltag der Saison zur Neuauflage. Dass die beiden Teams so engagiert wie zum Ende der Hinrunde zu Werke gehen, scheint eher unwahrscheinlich. Schließlich geht es nur noch ums Prestige und darum, Verletzungen zu vermeiden. „Aber es wäre schon eine coole Sache, wenn wir noch einen Sieg einfahren würden“, meint Kai Henning, während er sich auf die Tabelle und seine persönliche Bilanz bezieht. „Wir könnten einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und sogar noch an der SGSH vorbeiziehen. Das wäre doch ein toller Abschluss einer turbulenten Saison“, ergänzt er.

Die Eiserfelder sind personell extrem stark aufgestellt. Aber auch in diesem Jahr blieb der ganz große Sprung aus. „Wenn man sie unter Druck setzt wie uns das im Hinspiel gelungen ist, dann sind sie zu knacken“, erinnert sich Henning an das 31:31. Und tatsächlich verteidigte die HSV gegen den Favoriten aus dem Siegerland damals unerwartet konzentriert und effektiv. „Das war perfekt“, denkt der HSV-Coach gerne an seine Premiere zurück und wünscht sich für den Saisonabschluss eine ähnliche Leistung.

In welcher Verfassung sich die Eiserfelder präsentieren werden, ist schwer abzusehen. „Die Krause-Brüder verlassen beispielsweise den Verein. Ist die Frage, bekommen sie viele Spielanteile, um sich von ihren Fans zu verabschieden – oder müssen sie auf der Bank schmoren“, sagt Henning und tappt bezüglich des Duos in puncto Einstellung, Motivation und Spielanteilen absolut im Dunkeln. Wenn Eiserfeld voll auf Sieg spielt, „dann sind sie vor allem im Rückraum mit Kolb, Ronge und den Krause-Brüdern extrem stark besetzt“.

Was die taktische Marschroute angeht, lehnt sich Henning eng an das Hinspiel an – obwohl er auf Traumüller, Krpacic und vielleicht auch Lohmann verzichten muss: „Wir müssen vor allem gut decken, Ruhe bewahren, auf unsere Chance warten und auf die Konzepte vertrauen“. Taktische Disziplin sei der Schlüssel zu einer Chance, wenn die HSV beim heimstarken Tabellenvierten punkten will. Das ist übrigens bisher nur dem ASV Senden gelungen, während die versammelte Verbandsliga-Elite von Schalke über Dortmund bis Bommern vom RSVE die Grenzen aufgezeigt bekam.

Wann & Wo

Samstag, 19.15 Uhr / Rundturnhalle Hubenfeld

Aufstellung

Witt, Bergner?, Gerstberger – Scheerer, Scheuermann, Lakic, Lohmann?, Lengelsen, Winkelsträter, van der Hurk, Höft, Trattner, Burzlaff