KREISLIGA A

RSVE Siegen II – HSV Plettenberg/Werdohl II 20:17 (9:4)

Das Positive vorweg: Die HSV Plettenberg/Werdohl II kann den Klassenerhalt feiern, auch wenn die Pielhau-Sieben am letzten Spieltag noch auf fremde Hilfe angewiesen war. Ein Sieg in Eiserfeld hätte den Lennetalern aus eigener Kraft ein weiteres Jahr A-Liga-Zugehörigkeit gesichert. Letztlich zog die HSV aufgrund einer blamablen Angriffsleistung 17:20 (4:9) den Kürzeren, profitierte dann aber von Drolshagens Niederlage in Lennestadt. „Ein glückliches Ende für uns“, meinte Pielhau, der sich seine erste Saison mit dieser neuen Mannschaft wohl anders vorgestellt hatte.

„Die Offensive ist unser Problem. Wir werfen zu wenige Tore“, war nach etlichen Spielen der vergangenen Wochen von Pielhau zu hören. Dass sich dieses Manko in der alles entscheidenden Begegnung gegen Eiserfeld nochmals steigern ließ, überraschte selbst einen so erfahrenen Mann.

Der Auftakt gehörte den Torhütern auf beiden Seiten. Max Bergner stieg abermals glänzend ein, parierte in den ersten Minuten zwei Marken gegen Rath und Sijaric. „Beide Torhüter haben richtig gut gehalten. Wir haben aber auch einen Tick schwächer abgeschlossen“, versuchte der HSV-Coach den beispiellosen Spielstand in der 20. Minute zu begründen: 2:1!

„Unser erstes Tor aus dem Spiel heraus haben wir dann in der 28. Minute erzielt“, beschrieb Pielhau die Entstehung des 3:8-Anschlusstreffers. Eine Leistung, die wohl keiner weiteren Erklärung bedarf.

Obwohl die Gäste aus dem Lennetal in der Offensive harmlos agierten, taten sich die Siegerländer schwer, sich abzusetzen. Beim 14:12 (46.) verkürzte die HSV letztmalig bis auf zwei Treffer, kam in der Schlussphase dann nicht noch dichter heran. „Alen Sijaric hat den Unterschied ausgemacht“, meinte Pielhau nach dem Abpfiff und gab zu, dass er den Edeljoker nicht auf dem Schirm gehabt hätte. „Was uns betrifft, war es das alte Lied: Es klappt alles wunderbar – bis zum Torwurf“, resümierte Pielhau und musste sich letztlich bei der HSG Lennestadt-Würdinghausen bedanken, die mit ihrem Sieg die HSV in der Klasse hielt.

Statistik

 

HSV: Zlobinski, Bergner – M. Rose, Kreikebaum (3), Bürger, P. Rose, Brinkmann (2), Gerth (5), Schulteis, de Liello (1), Böckel (2), Wagner, Johanningmeier (4/3), Schäfer