Griessl zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück

Jens Burzlaff und Mark Schmellenkamp übernehmen mehr Verantwortung

Wie erwartet stellten sich die Mitglieder der HSV Plettenberg/Werdohl während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend geschlossen hinter die Umstrukturierungspläne, die der Vorstand ausführlich vorstellte. Das bedeutet: Der Vorsitzende Alexander Griessl zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück, steht aber weiterhin als Repräsentant und Kopf des Vorstands zur Verfügung. Deutlich mehr Verantwortung übernehmen die beiden neuen zweiten Vorsitzenden Jens Burzlaff und Mark Schmellenkamp. Während Burzlaff nun für die Bereiche Finanzen, Sponsoring und die sportliche Führung zuständig ist, kümmert sich Mark Schmellenkamp um den gesamten Spielbetrieb und die Organisation.

Nötig waren diese Schritte geworden, weil der Vorstand personell einige Veränderungen zu verkraften hatte. Mit Holger Pfau, Sven Gierse, Dirk Schulte, Markus Pöse, Ralf König, Gerd Esser, Melany Ranke und Christopher Wolff schieden gleich acht Personen aus dem Führungsgremium aus – aus unterschiedlichen Gründen. Ziel der Neuausrichtung ist es, den Vorstand schlanker aufzustellen, um dadurch Herausforderungen effizienter in Angriff nehmen zu können. Kurze Entscheidungswege sollen „mehr Pepp“ in die Arbeit der Führungsriege und damit des ganzen Vereins bringen, erklärte Jens Burzlaff. Auf einen zweiten Geschäftsführer beziehungsweise Kassierer verzichtet die HSV vorerst. Bernd Johanningmeier und Markus Winkelsträter, die diese Posten bislang inne hatten, rücken um einen Rang auf und übernehmen in diesen beiden Bereichen die Aufgaben von Mark Schmellenkamp und Jens Burzlaff, die bisherigen Verantwortlichen. 

Personelle Veränderungen verzeichnet aber nicht nur der Hauptvorstand. Auch im Jugendbereich stellt die HSV die Weichen. Hier werden sich Pierre van der Hurk, Karina Traumüller, Tom Zlobinski und Christian Brinkmann verstärkt einbringen. Wer für welche Aufgabenbereiche zuständig sein wird, klären die Beteiligten in Kürze intern.

In seinem Jahresbericht bezeichnete Alexander Griessl das zurückliegende Jahr als herausfordernd, aber auch herausragend. Beide Aspekte waren eng mit dem Klassenerhalt der ersten und zweiten Männer-Mannschaft sowie den Erfolgen im Jugendbereich verknüpft. Apropos Jugendabteilung: Hier will die HSV Plettenberg/Werdohl künftig noch mehr investieren. Ohne einen gut ausgebildeten  eigenen Nachwuchs werde es in Zukunft immer schwerer, das Niveau im Seniorenbereich zu halten. Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage präge den Markt schon jetzt, hieß es. Eine Situation, die sich in den kommenden Jahren mit Sicherheit noch verstärken werde, sind sich die Vorstandsmitglieder einig.

Aktuell, das berichteten der Sportliche Leiter Markus Bluhm sowie Arnd Pielhau (Trainer der A-Liga-Reserve), laufen die Vorbereitungen in den beiden höherklassigen Seniorenteams nach Plan. Dass bislang kein adäquater Ersatz für die Abgänge der beiden Rückraumlinken Lohmann und Trattner gefunden wurde, drücke ein wenig auf die Stimmung, meinte Bluhm, das sei aber auch schon alles. Ziele formulierte er noch nicht, er rechne aber damit, dass die HSV Plettenberg/Werdohl auch in der kommenden Saison gegen den Abstieg kämpfen werde. In diesem Zusammenhang monierten manche Anwesende das erstaunlich geringe Interesse an der JHV – vor allem aus dem Kreis der ersten Mannschaft.