VERBANDSLIGA B-JUGEND

Letmather TV II – HSV Plettenberg/Werdohl 27:20 (14:15)

Mit dem gesunden Selbstvertrauen – dank des hohen Sieges am vergangenen Wochenende und der daraus resultierenden Tabellenführung – reiste die Truppe des Trainertrios Sven Gierse, Thorsten Raschke und Tom Zlobinski lenneabwärts zum Letmather TV II. Der Gastgeber konnte nicht nur sein erstes Spiel bei den Sauerland Wölfen in Menden gewinnen – nein, er konnte darüber hinaus vor 14 Tagen in einem hochklassigen Teilnehmerfeld mit nur einer Niederlage den Westfalen-Cup aus Werdohl entführen. Hinzu kam, dass Sven Gierse den LTV vor Saisonbeginn auf den Favoritenschild hob. Kurzum: die heimischen Beteiligten wussten um die besondere Schwere der Aufgabe.

Von Anfang an verkauften sich die Plettenberger und Werdohler nicht nur gut, sie traten dem Kontrahenten sogar auf Augenhöhe gegenüber. Rasch konnte ein Drei-Tore-Abstand generiert werden – 2:5 durch Karol Makowiecki – nach ca. sieben Minuten. Zwar fiel fünf Minuten später der erstmalige Ausgleich zum 6:6 und nach weiteren acht die erste LTV-Führung zum 12:11, aber nach Maurice Gierses Treffer zum 13:15 (23:02), nahm die HSV einen Ein-Tore-Vorsprung – 15:14 – mit in die Pause.

Bereits in der ersten Halbzeit machte sich die körperlich robuste LTV-Abwehrarbeit bemerkbar. Sie gipfelte in einer Roten Karte gegen Fynn Rosier nach etwa zehn Minuten Spielzeit wegen Schlagens ins Gesicht seines Gegners. Nicht nur dadurch ließen sich die HSV-Angreifer den Schneid abkaufen. Nach dem Ausschluss ordnete Sven Gierse Manndeckung gegen den wurfstarken Halblinken an. Die so aus den Zuordnungsproblemen in der Fünfer-Deckung entstandenen Lücken nutzte der Gastgeber jedoch zu einfachen Toren – generell boten die Fusionisten zu wenig Gegenwehr.

Trotz einer spielerisch ordentlichen Gesamtleistung, beispielsweise durch ein funktionierendes Kreisläuferspiel über Benjamin Grüger, gelangen der HSV einfach zu wenige Abschlüsse aus dem Rückraum. Haupttorschütze Maurice Gierse – am Ende acht Erfolge – erfuhr kaum Entlastung von seinen Nebenleuten. Insbesondere Linkshänder Karol Makowiecki baute nach seinem Oberliga-Einsatz am Tag zuvor für die Eintracht aus Hagen kräftemäßig ab – an sich logisch. Von den Außenpositionen fielen letztendlich auch nur zwei Treffer.

Nach der Pause konnte die HSV den Gegner nicht mehr weiter ärgern. Die Defensivprobleme wurden nicht behoben und den eigenen Angriffen fehlte es an der notwendigen Distanz zur Abwehr. Schnell warfen die Letmather durch Gegenstöße nach leichten Ballgewinnen – der Wechsel im LTV-Tor machte sich hierbei bezahlt – eine beruhigende und vorentscheidende 21:15-Führung heraus. Das erste Gegentor erzielten die Plettenberger und Werdohler, die sich erneut eines tollen Supports von den Zuschauerrängen sicher sein durften, nach zehn Minuten.

Über 24:16 und 26:19 bog die Partie auf die Zielgeraden ein – am Ende stand ein 27:20-Sieg des LTV, der – laut Sven Gierse – um drei bis vier Tore zu hoch ausfiel.

Die HSV spielte in folgender Aufstellung:
Niklas Ciba, Marius Krenn – Lukas Neumann, Karol Makowiecki (3), Benjamin Grüger (3), Malte Pongs (1), Sezgin Tipirdamaz (2), Jan Philip Raschke (1), Fabian Raul (1), Maurice Gierse (8), Yvo Marohn, Marco Hantke (1) und Niko Lingstädt

Zum nächsten Heimspiel in Plettenberg erwartet das heimische Team ein weiteres Schwergewicht. Der VfL Eintracht Hagen kommt mit seiner Zweitvertretung am nächsten Samstag, 22.09.2018, um 17:00 Uhr ins Böddinghauser Feld. Zeitgleich tritt die Hagner „Erste“ beim Letmather TV I an.