VERBANDSLIGA B-JUGEND

SG Menden Sauerland Wölfe – HSV Plettenberg/Werdohl 36:34 (17:20)

In Folge des tollen 32:22-Heimerfolgs gegen den Geheimfavoriten VfL Eintracht Hagen II ging die zweite Auswärtsreise erneut in den Nordteil des Märkischen Kreises, nämlich nach Menden zu den dortigen Sauerland Wölfen. Nachdem die heimische B-Jugend bereits beim Westfalen Cup Anfang September dem jungen Rudel unterlag, fuhr sie am vergangenen Sonntag mit einer völlig unnötigen 34:36-Niederlage zurück ins Lennetal.

Eigentlich besteht Menden aus dem Jungjahrgang, eigentlich konnten sie erst eine Partie für sich entscheiden und eigentlich wollten sich die Plettenberger und Werdohler unter dem Trainertrio Sven Gierse, Thorsten Raschke und Tom Zlobinski in der Verbandsliga-Spitzengruppe festsetzen. Aber eigentlich gehört dieses Wort nicht in den handballerischen Sprachfundus.

Wie dem auch sei, die Fusionisten mischten trotz der verletzungsbedingten Ausfälle, beispielsweise fehlte der Stammkreisläufer Benjamin Grüger, von Anfang an ordentlich mit – die Führung wog hin und her, mit leichten Vorteilen beim Gastgeber.

Sezgin Tipirdamaz traf in der zehnten Minute zum 8:8 und Fabian Raul keine drei Minuten später zum 11:11. Als der selber Spieler nach einer viertel Stunde auf 13:11 aus heimischer Sicht erhöhte, profitierte die HSV von einem 4:0-Lauf.

Nun wendete sich das Blatt – das Momentum lag in den Gästehänden. Nach Mika Grzybeks 18:16 (23.) erzielte der spätere zehnfache Torschütze Maurice Gierse (Bild) mit dem 20:17 zum Pausengong die erste Drei-Tore-Führung – auch dank einer etwas defensiveren Ausrichtung.

Schon in der ersten Halbzeit zeichneten sich HSV-Deckungsschwächen ab, die bis zum Ende der Auseinandersetzung nicht wirklich behoben werden konnten. Maurice Gierses Kreise wurden zudem über die gesamte Spielzeit stark eingeschränkt – zum Teil per Manndeckung.

Was bedeutete das für seine Nebenleute? Sie durften sich mit einer 5:0-Defense beschäftigen. Das gelang immer dann erfolgreich, wenn die Außenspieler die Konzeption anstießen und entweder über die Halbpositionen oder über den Mittelmann direkt abgeschlossen wurde oder der Angriff via Parallelstoß komplett „abräumte“. Leider wurde dieses probate Mittel zu selten angewandt.

Der Pausentee beinhaltete wohl eine schläfrig machende Substanz. Anders war der Start in die zweite Halbzeit nicht zu erklären. Lediglich bis zur 29.Minute hielt der Vorsprung, Menden knabberte mehr und mehr davon ab. In der 34.Minute ging der Gastgeber erstmalig seit der 13.Spielminute wieder in Führung – 25:24. Diese bauten die Wolfswelpen rasch aus – über 29:26 (39.) auf 31:27 (40.), obgleich der eingewechselte Torwart Marius Krenn einige sogenannte freie Bälle parieren konnte.

Zum Ende ordnete Sven Gierse eine offene Manndeckung an. Karol Makowiecki und Sezgin Tipirdamaz verkürzten in der 48.Minute auf 35:34. Es waren nur noch 20 Sekunden zu spielen, die HSV gewann den Ball, …jedoch gab sie ihn leider auch viel zu schnell wieder her.

Sven Gierse resümierte: „Der Sieg war am Ende nicht unverdient für Menden, aus unserer Sicht war es allerdings eine vermeidbare Niederlage.“

Die HSV spielte in folgender Aufstellung: Niklas Ciba, Marius Krenn – Lukas Neumann, Mika Grzybek (2), Karol Makowiecki (7), Malte Pongs (5), Sezgin Tipirdamaz (5), Jan Philip Raschke, Fabian Raul (4), Maurice Gierse (10), Yvo Marohn und Marco Hantke (1)

Die planmäßig nächste Begegnung – auswärts beim SC Westfalia Herne – wurde auf den Ewigkeitssonntag, 25.11.2018 um 18:00 Uhr, verlegt. Zum nächsten Heimspiel am Riesei erwartet die Handballspielvereinigung einen weiteren Top-Favoriten auf die Verbandsliga-Meisterschaft. Der TuS Ferndorf gastiert wegen der Herbstferien am Samstag, 03.11.2018, um 17:00 Uhr in Werdohl.