VERBANDSLIGA B-JUGEND

HSV Plettenberq/Werdohl – TuS Ferndorf 37:31 (14:15)

,,Wenn die Ferndorfer in einer ähnlichen Besetzung spielen wie bisher, ist diese Aufgabe machbar.“ So wurde Cheftrainer Sven Gierse vor der Begegnung gegen die Nordsiegerländer in der heimischen Lokalpresse zitiert. Da der TuS Ferndorf eben nicht als ,,Wundertüte“ antrat – der ältere Jahrgang wurde bereits in die A-Jugend integriert – entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe mit einem erst späten, aber erfolgreichen Ende mit 37:31 für die HSV.

Nachdem die Lennetaler die lange spielfreie Herbstzeit nicht nur mit intensivem Training, sondern auch siegreichen Vergleichen gegen die B-Jugend von SW Essen und gegen die eigene dritte Seniorenmannschaft sinnvoll überbrückte, frohlockte das Trainertrio um Sven Gierse, Thorsten Raschke und Tom Zlobinski ob der Fortführung der Verbandsliga-Saison.

Der TUS startete bissig in die Partie. Daraus resultierte, auch dank einer energischen Defense, eine schnelle 4:0-Führung. Erst nach ca. vier Minuten erzielte Karol Makowiecki das 1:4 aus Gastgebersicht. Im Angriff des Zweitliganachwuchses stach Jonas Fick heraus. Am Ende gelangen dem starken Rückraumspieler 16 Tore – davon ein Strafwurf. Toll, wie er sich im 1:1 durchsetzen konnte. Sven Gierse musste nachher konstatieren, dass er diesen Akteur ,,nicht auf dem Schirm“ hatte. Aber der Trainer reagierte auf diese Situation. Ein Positionsverteidiger engte die Freiräume Jonas Ficks zweckmäßig ein. Nun hatte jedoch Kreisläufer Leon Hosper mehr Platz. Fortan wurde dieser im Kollektiv effektiv bekämpft.

Über Malte Pongs‘ 7:9 nach 14½ Minuten, Mika Gzybeks 9:11 (17:33) und Fabian Rauls 12:14 in der 20.Spielminute bogen die Plettenberger und Werdohler mit 14:15 in Halbzeitpause. Clevere Auftaktbewegungen und Ballgewinne in der Deckung führten zum Abschmelzen des Ferndorfer Vorsprungs. Das dabei auch Bälle verloren gingen – geschenkt. Die Blau-Roten freuten sich über eine Klasse-Aufholjagd.

Die Giersesche Kabinenansprache fruchtete. Weiterhin wurden schnelle und einfache Tore nach Ballgewinnen erzielt. Ferner lief viel über den letztlich 20fachen Torschützen Maurice Gierse – der Junge hatte einen ,,Sahnetag“ – ihm gelang einfach alles, z. B. der erste Ausgleich in der 27. (15:15) und die erste Führung in der 34.Minute (21:20), nachdem die Siegerländer zunächst erneut auf zwei Treffer davonziehen konnten. Die Rehbein-Schützlinge ließen Maurice Gierse aber auch viele Freiheiten. Ebenfalls wusste Sezgin Tipirdamaz mit der ein oder anderen guten „Mann-gegen-Mann-Situation“ zu gefallen. Darüber hinaus holte die HSV viele Gaststrafen heraus, so dass der TuS häufig in Unterzahl agieren musste.

Fabian Raul erhöhte erst auf 26:24 (37:48) und nach seinem 28:25 (40:05) warf der Ferndorfer Coach fuchsig die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch – TimeOut.

Es half den Gästen nicht wirklich. Malte Pongs traf zum 35:31 und damit waren die Karten endgültig gelegt. Die HSV triumphierte über ihren Lenne-Sieg-Rivalen, der sich vor der Saison den Aufstieg in die Oberliga auf die Fahnen geschrieben hatte, mit 37:31. Handball ist halt kein Wunschkonzert!

Die HSV siegte in folgender Aufstellung: Niklas Ciba, Marius Krenn – Lukas Neumann, Mika Grzybek (2), Karol Makowiecki (3), Malte Pongs (4), Sezgin Tipirdamaz (4), Jan Philip Raschke, Fabian Raul (4), Maurice Gierse (2016) und Yvo Marohn

ln der nächsten Begegnung – auswärts bei der JSG Eiserfeld/Siegen – wird der heimische Nachwuchs am kommenden Sonntag,11.11.2018, um 15:00 in der Rundturnhalle Hubenfeld antreten. Wir erinnern uns: zu Beginn der Qualifikationsrunde verlor die HSV am Rande Nordrhein-Westfalens. Nun sind die Voraussetzungen des Tabellenfünften beim Zehnten andere! Die Junioren freuen sich, wenn sie wie gewohnt reichlich Support erleben dürfen.