VERBANDSLIGA B-JUGEND

HSV Plettenberg/Werdohl – DJK Ewaldi Aplerbeck 34:27 (22:14)

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls weiterer Akteure, konnte die HSV ihre Heimstärke mit einem ungefährdeten 34:27-Erfolg gegen den Kontrahenten aus dem Dortmunder Südosten unterstreichen.

Eine Woche nach dem ersten Verbandsliga-Auswärtssieg beim Lenne-Sieg-Rivalen JSG Eiserfeld-Siegen, gegen den es in der regionalen Qualifikationsrunde vor dem Saisonstart noch eine zutiefst ärgerliche, weil vermeidbar Niederlage gegeben hat, bauten die Lennetaler ihre beeindruckende Statistik vor heimischen Publikum auf 8:0 Punkte aus – für ein hauptsächlich mit Jungjahrgängen antretendes Team eine tolle Sache.

Beim Anblick der Gäste war klar: hier tritt eine körperlich starke Truppe, die überwiegend mit erfahrenen Altjahrgangsspieler besetzt ist, an. Das jedoch interessierte weder das Trainertrio um Sven Gierse, Thorsten Raschke und Tom Zlobinski noch die Protagonisten auf dem Feld nur bedingt – sie vertrauen einfach auf ihr Konzept!

Der Start in die erste Halbzeit darf durchaus als ausgeglichen bezeichnet werden, nach ca. 5½ Minuten führte der Gastgeber mit einem Tor: 5:4. Ursächlich dafür verantwortlich waren nicht zu übersehende Schwierigkeiten in der Deckung einerseits in 1:1-Situationen auf der linken Rückraumseite sowie andererseits in einem zunächst funktionierenden Ewaldi-Kreisläuferspiel.

Sven Gierse reagierte – mit Erfolg. Er wies Karol Makowiecki an, sich auf den Kreisläufer zu konzentrieren und die Übergaben aufzugeben. Ferner ordnete er eine mannbezogene Verteidigung gegen den halblinken Rückraumakteur an – dies erledigte Trainersohn Maurice mit Bravour. Und last but not least durfte sich Marco Hantke um den körperlich starken Spieler auf der rechten Rückraumposition kümmern – nach anfänglichen Anpassungsproblemen passte dies auch gut.

ln der Offensive gelang dank Mika Grzybek im Zentrum eine variable Grundordnung. Und dann kam noch ein taktisch guter Schachzug hinzu: der nominelle Rückraumspieler, Marco Hantke, agierte auf der für ihn ungewohnten Kreisläuferposition. Er ackerte und schuf damit Lücken für seine Mannschaftskameraden.

Leider fanden die Außenspieler nicht in die Partie. Malte Pongs ging letztendlich total leer aus – und das nach zuletzt sieben Toren im Siegerland. Jan-Philip Raschke traf zumindest zwei Mal. Grund für dieses Defizit war das sehr breit angelegte Deckungssystem der Dortmunder. Dadurch entstanden jedoch große Lücken an anderer Stelle des Spielfeldes.

In der 18.Minute kam mit Linus Galla ein Langzeitverletzter auf’s Feld. Er löste den unglücklich wirkenden Niklas Ciba im Tor ab und machte seine Sache gut.

Die erste Drei-Tore-Führung gelang Maurice Gierse per Strafwurf zum 7:4 in der siebten Minute. Aplerbeck kam zwar noch mal heran – 8:7 nach 09:55 – aber über 12:10 ging innerhalb von acht Minuten die Post auf 20:13 durch Jan-Philip Raschke ab.

Zur Pause stand eine verdiente sechs-Tore-Führung auf der Anzeigetafel: 20:14.

In der zweiten Halbzeit wurde die Führung dank eines sehr konzentrierten Beginns rasch auf zehn Tore – 25:15 durch Mika Grzybek sowie 29:19 durch Karol Makowiecki – ausgebaut und später sogar auf elf (31:20 durch Maurice Gierse) bzw. zwölf Tore (33:21 durch Marco Hantke) erweitert.
Die weiterhin ordentliche Deckungsleistung gepaart mit Gegenstößen waren für den großen Vorsprung verantwortlich. Es schien, dass Ewaldi Aplerbeck dieses Tempo einfach nicht mitgehen konnte. Zudem konnte Linus Galla sein Niveau beibehalten.

Ab Mitte der Halbzeit kam ein leichter Bruch ins Spiel. Sven Gierse gab nun den Akteuren Spielzeit, die bisher noch auf der Bank harren mussten. Ferner bot er Spieler auf ungewöhnlichen Positionen auf, z. B, durfte sich der junge Malte Pongs auf der rechten Rückraumseite beweisen. Ewaldi gelangen nun einfache Treffer – ein 6:1-Lauf führte zum Endstand von 34:27.

Das Trainertrio attestierte der HSV eine alles in allem souveräne Vorstellung, die bei mehr Konsequenz in der schlussviertelstunde deutlicher hätte ausfallen können.

Die HSV siegte in folgender Aufstellung: Linus Galla, Niklas Ciba – Lukas Neumann, Mika Grzybek (2), Karol Makowiecki (9), Malte Pongs, Sezgin Tipirdamaz (3), Jan Philip Raschke (2), Maurice Gierse (15/5), Yvo Marohn, Marco Hantke (3) und Niko Lingstädt.

Am kommenden Wochenende reist die Erfolgstruppe am Ewigkeitssonntag nach Herne. In der Sporthalle am Westring holt sie ihr aus Oktober verlegtes Auswärtsspiel gegen den dortigen HC Westfalia nach – Anwurf ist um 18:00 Uhr.