Weibliche A-Jugend sichert sich nach einem kämpferischen Duell durch einen 10:13 Auswärtserfolg beim TuS Ferndorf den nächsten Sieg.

Im dritten Spiel der laufenden Saison reiste die weibl. A-Jugend der HSV Plettenberg Werdohl ins Siegerland, um das Rückspiel gegen den TuS Ferndorf zu bestreiten.

Nachdem die Hinrunde am Riesei für die Ferndorfer aufgrund einer Tordifferenz von 22 Treffern in einem Desaster endete, ließen die Gastgeberinnen von Anfang spüren, dass sie solch ein Ergebnis kein weiteres Mal hinnehmen wollten. Sie spielten von Anfang an hellwach und konzentriert und konnten bereits nach 22 Sekunden in Führung gehen. Die beiden unmittelbar folgenden Treffer der Werdohlerinnen beruhigten zwar die Nerven ein wenig, konnten das Selbstvertrauen jedoch nicht maßgeblich positiv beeinflussen. Insgesamt gestaltete sich das Spiel sehr zäh und war mit technischen Fehlern und durch Niggeligkeiten auf beiden Seiten geprägt.

Die Ferndorfer Abwehr, die im Hinspiel in Werdohl quasi gar nicht vorhanden war, ging hier jedoch sofort bissig und streckenweise aggressiv zur Sache und verhinderte ein ums andere Mal den Spielaufbau der Gäste. Aber auch die Werdohler Abwehr war gewohnt konsequent und fing die angesagten Auslösehandlungen immer wieder ab und verhinderte so einen erfolgreichen Abschluss der Gastgeberinnen. So verwunderte es nicht, dass sich die Werdohlerinnen zur Halbzeit nur mit zwei Toren zu einem 5:7 absetzen konnten.

Den Beginn der zweiten Halbzeit schienen die Werdohler Gäste schlichtweg verschlafen zu haben, denn dem TuS Ferndorf gelang bis zur 37. Minute ein 4:0 Lauf und lag plötzlich mit zwei Toren vorne. Durch eine Mannschaftsumstellung in der Abwehr und mit einem variantenreicherem Angriffsspiel gelang es Trainer Ralf Perlowsky die Abwehr zu stabilisieren und den Angriff endlich wieder torgefährlich zu gestalten. So gelang Laura Perlowsky in der 38. Spielminute der Anschlusstreffer, Jana Teckhaus in der 45. Minute der Ausgleich und Anna-Lena Rohleder in Spielminute 50 der erneute Führungstreffer.

Ferndorf zog mit einem Treffer nach 7-Meter noch einmal zu einem Ausgleich nach, geriet in der Folge jedoch spürbar in Stress, was sich durch technische Fehler sowie Ungenauigkeiten in der Passqualität wiederspiegelte. Die Werdohlerinnen konnten die gegnerischen Fehler nicht nur für sich nutzen, sondern in dieser hektischen Phase auch einen kühlen Kopf bewahren und das Können unter Beweis stellen.
Cara Kaless gelang es, mit zwei Tempogegenstößen in Folge, die HSV abzusetzen bevor Judith Kürten in der 59. Minuten den Sack zu machte und so für riesen Jubel auf der Bank und bei den mitgereisten Eltern und Fans auf der Tribüne sorgte. Am Ende hieß es nun verdient 10:13 für die HSV Plettenberg Werdohl.

HSV Plettenberg-Werdohl: Igual Bock (9 Paraden), Esken (1), Kaless (8), Kürten (1), Perlowsky (1), Teckhaus (1), Rohleder (1), Janikowski, Kolberg, Murat, Naumann
(Nau)